Die neue Reform bringt frischen Wind in Österreichs Unternehmertum.
Sie bietet mehr Chancen und weniger Kosten für Österreichs Unternehmerinnen und Unternehmer!

Vereinfachung

Betriebsanlagenrecht neu

Verfahren werden für Unternehmerinnen und Unternehmer einfacher, schneller und günstiger. So bekommen Unternehmerinnen und Unternehmer wieder mehr Freiraum für die Realisierung ihrer Vorhaben.

Chancen

Ausweitung der Nebenrechte

Der gewerberechtliche Umfang der Nebenrechte wird erweitert: Künftig können Unternehmen Tätigkeiten aus artverwandten Gewerben im Rahmen eines bestehenden Auftrages durchführen.

Qualität

Anerkennung des Meisters

Eine klare Regelung des Kompetenzniveaus für Meister- und Befähigungsprüfungen wurde geschaffen. Die Konkurrenzfähigkeit bei internationalen Aufträgen sowie das Image der beruflichen Ausbildung soll gestärkt werden.

Allgemeine Änderungen in der Gewerbeordnung

Eine Reform im Sinne der heimischen Unternehmen und Konsumenten

Die Änderungen in der Gewerbeordnung bringen nach langem Tauziehen eine Reform im Sinne der heimischen Unternehmen und Konsumenten – eine Reform mit Augenmaß, die bürokratische Hürden abbaut, heimischen Betrieben mehr Wettbewerbschancen einräumt und zugleich Kosten senkt. Trotzdem steht die Gewerbeordnung auch weiterhin für Qualität und eine gesicherte Ausbildung der Jugend.

Freigabe der Teilgewerbe

Die Aufhebung der Teilgewerbe-Verordnung bringt eine Erweiterung der freien Gewerbe. Konkret bedeutet das, dass 19 von 21 bisher reglementierten Teilgewerben zu freien Gewerben werden. Die ehemaligen Teilgewerbe „Erdbau“ und „Betonbohren und 
-schneiden“ fallen in das Baugewerbe zurück.

Kostenlose
Gewerbe-
anmeldungen

Alle Gewerbeanmeldungen werden kostenlos d. h. von Gebühren und Verwaltungsabgaben des Bundes befreit. Zusätzlich können Gewerbeanmeldungen auch unbürokratisch in den Landeskammern der gewerblichen Wirtschaft erfolgen. Die Freistellung von Gebühren und Abgaben betrifft neben der Gewerbeanmeldung zudem auch die Ausstellung von Auszügen aus dem Gewerbeinformationssystem Austria (GISA) sowie die im Bereich des Betriebsanlagenrechts zu entrichtenden Gebühren.

Qualität und Ausbildung gesichert

Die Reglementierung bleibt als Grundpfeiler für Qualität und Qualifikation anerkannt. Nur zwei bisher reglementierte Gewerbe, die Arbeitsvermittlung und die Erzeugung kosmetischer Artikel, werden zu freien Gewerben. Mit der auch künftig bestehenden Verankerung der Meisterberufe ist die duale Ausbildung gesichert. So steht die Gewerbeordnung auch in Zukunft für echte Qualität und eine hochqualifizierte Lehrlingsausbildung.

Erleichterte Sperrstunden-regelung

Die Novelle bringt für Unternehmer eine Erleichterung bei der Sperrstundenregelung: Bei unzumutbarer Lärmbelästigung durch Gäste musste die Sperrstunde bisher zwingend vorverlegt werden. Diese Bestimmung ist nicht mehr zwingend, sie wurde in eine Kannbestimmung umgewandelt. Vor der Beurteilung, ob eine unzumutbare Belästigung für Nachbarn vorliegt, muss ein Gutachten durch einen Sachverständigen eingeholt werden.

Vorteile für einzelne Gewerbe

Gastgewerbetreibenden kommt künftig auch das Recht zum Anbieten von Massageleistungen und zur Veranstaltung von Pauschalreisen zu. Für weitere Gewerbe wurden wichtige Klarstellungen getroffen: Baumeistern und Holzbau-Meistern kommt das Recht zur Bauaufsicht zu, eine Bau-Gewerbeberechtigung ist notwendig für das Aufräumen von Baustellen, die statisch nicht belangreiche Demontage von Gegenständen und das Verschließen von Bauwerksfugen. Ingenieurbüros kommt das Recht zur Leitung von Projekten zu. Zusätzliche Rechte erhält die Unternehmensberatung, darunter die Beratung für Unternehmensgründung, Unternehmensschließung und Betriebsübergabe, die Sanierungs- und Insolvenzberatung sowie die berufsmäßige Vertretung des Auftraggebers. Die Tätigkeit als Bauwerksabdichter erfordert künftig eine Berechtigung des Gewerbes der Wärme-, Kälte-, Schall- und Branddämmer.

Gewerbelizenz

Neu ist die Einführung einer digitalen Gewerbelizenz. Sie umfasst sämtliche Gewerbe einschließlich der Nebenrechte. Begründet wird sie mit der Anmeldung eines Gewerbes durch einen Gewerbetreibenden, der zum Zeitpunkt dieser Anmeldung über keine Gewerbeberechtigung verfügt. Die erste Gewerbeberechtigung ist immer anzumelden (reglementierte oder freie Gewerbe). Durch die Anmeldung (bei reglementierten) oder Anzeige (bei freien Gewerben) weiterer Gewerbe wird die Gewerbelizenz erweitert.